Samstag, 22 Juni 2024
Notruf : 112

Wunstorf: brennender Güterzug mitten in Wunstorf

Am 26.09. wurden auch wir zu dem Großbrand nach Wunstorf alarmiert.
Wir waren mit dem Einsatzleitwagen und dem Wasserförderzug vor Ort.
Wir bauten zusammen mit dem Gerätewagen aus Klein Heidorn mehrere Wasserversorgungen über einige Hundert Meter auf.

Wunstorfer Bericht:

In der Nacht wurden wir gegen 02:30 Uhr zu einem brennenden Wagon auf der Bahnstrecke zwischen Wunstorf und Haste alarmiert.
Vor Ort wurde eine massive Rauchentwicklung und heller Flammenschein festgestellt.
Aufgrund der Lärmschutzwand und des Standort des Zuges, gestaltete sich die Erkundung zunächst schwierig. Durch die Bundespolizei gelangten wir dann in Kenntnis, dass sich auch Kesselwagen mit Gefahrgut auf dem Zug befinden und diese möglicherweise von Brand betroffen sind.
Mit unserer Drohne konnten wir uns ein erstes Bild aus der Luft machen, es brannte ein Container mit zu dem Zeitpunkt unbekannter Ladung. In der Nähe war ein Kesselwagen eingereiht.
Die Alarmstufe wurde erhöht und so weitere Kräfte aus der Stadtfeuerwehr Wunstorf sowie die Drohne des Brandabschnitts, der Gerätewagen Mess aus Neustadt und ein Flugfeldlöschfahrzeug des Fliegerhorstes zur Einsatzstelle beordert.
Mit mehr als 6000l Wasser die Minute wurde der angrenzende Kesselwagen gekühlt und der Brand bekämpft.
Etwa 60 Personen mussten ihre Häuser verlassen und eine Notunterkunft in einer Schule aufsuchen. Die Johanniter übernahmen die Betreuung und Versorgung.
Mit der Regionsdrohne konnte die Ladung des Kesselwagens ermittelt und der Zustand und die Temperaturen gemessen werden. Es handelte sich um Ester, einem leicht entzündlichen Stoff.
Durch den Abstand des Kesselwagens zum brennenden Container und den massiven Einsatz von Wasser aus mehreren Positionen über die Drehleiter, Dachmonitore, einen Anhänger mit Wasserwerfer und mobile Wasserwerfer konnte schlimmeres verhindert werden. Zwischenzeitlich kontrollierte auch der Polizeihubschrauber Phoenix die Einsatzstelle aus der Luft. Der Notfallmanager der DB erdete die Bahnleitung.
Als Ursache wird ein Defekt an der Oberleitung vermutet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Bahnstrecke ist weiter gesperrt. Verletzt wurde niemand. Im Einsatz waren 180 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 27 Fahrzeugen; dazu der Rettungsdienst, die SEG der Johanniter Wunstorf, die Polizei (Bund und Land), DB Notfallmanager.
Mehr als 4km Schlauchleitungen wurden verlegt, mehr als 6000l Wasser / Minute abgegeben und drei Drohnen an der Einsatzstelle genutzt. Auch der Bürgermeister war an der Einsatzstelle um den Einsatz mitzuverfolgen. Wir danken allen eingesetzten Kräften für die hervorragende Zusammenarbeit auf allen Ebenen.

Blumenau: Feuer zerstört denkmalgeschütztes ehemaliges Gasthaus Blumenau

Am 11.08. um 17:19 Uhr wurden die Feuerwehren Blumenau und Luthe nach Blumenau zu dem seit mehreren Jahren leerstehendem Gasthaus Blumenau alarmiert. Beim Eintreffen stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Die Rauchentwicklung war weit übers Stadtgebiet hinaus sichtbar.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge stand bereits fest, das wird ein langer und anstrengender Einsatz. Aufgrund, dass der Brand bereits viel größer als zu Anfang gemeldet war und der Dachstuhl bereits in Flammen stand, wurde umgehend eine Alarmstufenerhöhung durchgeführt. Hierdurch wurden die DLK Wunstorf und die ELO alarmiert.

Schnell war klar, dass auch das nicht reichen werde. Daraufhin wurde die Ortsfeuerwehr Wunstorf und Klein Heidorn nachgefordert. Aufgrund das nur ein massiver Wassereinsatz weiter helfen werde, wurde ebenfalls der neu gebildete Wasserförderzug der Stadt Wunstorf alarmiert. Dieser ist wie der Wasserförderzug der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 aufgebaut, zusätzlich zur Feuerwehr Steinhude kommt hier die Feuerwehr Klein Heidorn mit ihrem GW-L hinzu.

Zusätzlich zur DLK Wunstorf wurde der Löschzug der Feuerwehr Neustadt alarmiert. Ihre DLK wurde aufgrund der Größe des Objektes im 2. Abschnitt benötigt.

Während bereits zahlreiche Kräfte auf dem Weg nach Blumenau waren, wurde über die Leitstelle eine Rauchentwicklung im Hohen Holz gemeldet. Diese Einsatzstelle fuhr die Feuerwehr Bokeloh an, gefunden wurde vor Ort allerdings nicht. Vermutlich wurde die Rauchentwicklung aus Blumenau hier gesehen.

Der Wasserförderzug baute eine Wasserentnahme aus der Westaue auf und verlegte eine ca. 350m lange Doppelleitung zur Wasserversorgung bis zur Einsatzstelle. Die ELO unterstützte den Einsatzleiter bei der Dokumentation und stellte den Abschnittsleitern jeweils einen Führungsassistenten zur Seite. Ebenfalls führten sie mithilfe der Drohne mehrere Erkundungen des Daches durch. Hierdurch wurden zahlreiche Glutnester von teilweise noch über 200°C gefunden, welche so gezielt gelöscht werden konnten.

Da bereits Teile des Daches eingesürzt waren und zur Klärung des weiteren werdeganges des Einsatzes wurde ein Bau-Fachberater vom THW angefordert. Dieser sollte den Zustand des Gebäudes beurteilen.

Zusätzlich zum Fachberater Sanität wurde die SEG der Johanniter Wunstorf mit der Verpflegung von Getränken und Essen beauftragt. Sie bauten vor Ort eine Verpflegungsstelle auf. Sie waren ebenfalls mit einem RTW vor Ort, um so im Verlauf den hauptamtlichen Rettungswagen auszulösen.

Um vor Ort die meisten Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu bekommen wurde die FTZ Neustadt hinzugezogen, welche mit zahlreichen Schläuchen und Atemschutzgeräten die Einsatzstelle anfuhren.

Da nur mit Wasser nicht alle Glutnester erreicht werden konnte, und das Gebäude nicht betreten werden konnte, wurde in den späten Abendstunden noch ein massiver Schaumeinsatz vorgenommen. Um so auch in jede Ecke zu gelangen und eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.

Zum aktuellen Zeitpunkt befinden sich immer noch Kräfte der Feuerwehr Blumenau und der DLK aus Wunstorf vor Ort im Einsatz.

Freiwillige Feuerwehr Steinhude

Unter den Hestern 2
31515 Wunstorf OT Steinhude
Notruf: 112

Wache: 05033 1411 (keine Notrufe)

info@feuerwehr-steinhude.de

 

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