Am 23.07. wurden wir um 02:53 Uhr zum Ferienpark alarmiert. Dort sollte eine Tiefgarage verraucht sein. Noch während sich die ersten Kameraden in der Wache umzogen, wurde das Alarmstichwort auf „Objekt bestätigt“ erhöht. Das bedeutet für uns, das es wirklich brennen soll. Aufgrund dieses Stichwortes ertönte auch zusätzlich die Sirene, um alle Kameraden bestmöglich alarmieren zu können. Durch das neue Stichwort wurden auch die Feuerwehr Großenheidorn, die ELO der Stadt Wunstorf und die Drehleiter aus Wunstorf alarmiert.
Vor Ort bestätigte sich die Rauchentwicklung. Nach einer kurzen Erkundung stellte sich heraus, das ein Müllcontainer brannte. Dieser wurde ins Freie verbracht und abgelöscht.
Seit gestern Abend (19.07.2021) ist unser Zug mit insgesamt 22 Kameradinnen und Kameraden wieder zurück aus dem Katastrophengebiet der Eifel.
Wir und ein weiterer Zug waren ca. 20 km südwestlich vom Rest der Regionsfeuerwehrbereitschaft in der Stadt Schleiden und seinen Ortschaften eingeteilt. Wir haben völlig autark gearbeitet und wurden dort von den Einheimischen versorgt.
Zumeist waren wir in dem am schwersten betroffenen Ort, Gemünd, eingesetzt. Folgendes Video zeichnet Euch ein kleines Bild von dem, was uns dort erwartet hatte: https://youtu.be/zA-dHLkuAG8
Die Hauptaufgabe unseres Zuges war das Auspumpen vieler Keller und teilweise die Sicherstellung des Brandschutzes. Die ortsansässigen Kameradinnen und Kameraden waren mehrere Tage mit wenig Schlaf im Einsatz – obwohl sie zum Großteil selbst betroffen waren und alles verloren haben. Damit auch sie sich ausruhen und sich um ihr Hab und Gut kümmern konnten, wurden sie von uns und dem anderen Zug abgelöst.
Die schrecklichen Eindrücke, die wir während des Einsatzes gesammelt haben, werden uns sicher noch lange begleiten. Aber zu sehen, wie große Hilfe, auch von Ortsfremden dort eintrifft, welchen Mut die Einheimischen haben, ihr Haus oder Geschäft wieder aufzubauen und wie großartig wir von den Einheimischen während unseres Einsatzes umsorgt wurden, hat und wird uns sehr helfen mit den Bildern der dortigen Lage umzugehen.
Den heutigen Tag haben wir damit verbracht unsere Geräte und Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Die Geräte waren sehr stark kontaminiert und mussten gründlich gereinigt werden.
Wehrend sich noch ein paar Kameraden vom vorherigen Einsatz in der Wache befanden, kam eine Passantin zu uns und bat uns um Hilfe. Eine Dame sei gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. Wir versorgten und betreuten die Dame, bis der Rettungswagen vor Ort eintraf.
Am 10.07. um 13:40 Uhr wurden wir mit der Wasserrettungsschleife alarmiert um den Rettungsdienst zum Wilhelmstein zu transportieren. Vor Ort war eine Person gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen.
Nach der 1. Versorgung auf dem Wilhelmstein brachten wir die Person und den Rettungsdienst wieder ans Festland.
Am 07.07. wurden die ELO Gruppe der Stadt Wunstorf, zusammen mit den Feuerwehren aus Kolenfeld, Luthe und Wunstorf auf die Autobahn 2 alarmiert.
Dort sollte es zu einem Folgeunfall gekommen sein. Nachdem alle Fahrtrichtungen abgesucht wurden und nichts festgestllt wurde, konnten alle wieder einrücken.
Die eigentliche Einsatzstelle befand sich jedoch zwischen Garbsen und Herrenhausen, hier waren 3 LKW’s ineinander gefahren. Die Feuerwehr Garbsen war allerdings schon vor Ort.
Am 15.06. wurden wir um 17 Uhr zusammen mit dem RTW 1 aus Wunstorf, zu einer hilflosen Person hinter einer verschlossenen Tür alarmiert.
Aufgrund dessen das Anwohner schon versucht hatten die Tür zu öffnen und ihnen dieses nicht gelang, wurden wir auch alarmiert. Dank eines gekippten Fensters konnten wir die Wohnung schadenfrei betreten und die Tür für den Rettungsdienst von innen öffnen.
Am 05.06.21 um 14:56 Uhr wurde unser Ortsbrandmeister zu einer Erkundung ans Steinhuder Meer alarmiert. In der Gracht zwischen den Strandterassen und dem Ratskeller Gelände sollte sich ein größerer Ölfilm auf dem Wasser befinden. Vor Ort bestätigte sich die Lage. Daraufhin wurde die Dienststaffel alarmiert. Wir fuhren mit dem ELW, dem Rettungsboot, GW-L, MTW und dem TLF die Einsatzstelle an.
Mittels Öl-Schlängeln fingen wir den Ölfilm auf. Diese werden von dem Baubetriebshof aufgenommen und fachgerecht entsorgt.
Zuletzt noch ein Dank für die tatkräftige Unterstützung der Lokalen Firmen.
Am 31.05. wurden wir um 19:44 Uhr zur Nordseite alarmiert.
Vor Ort saß ein Segelboot auf Grund fest und konnte sich selber nicht mehr aus der misslichen Lage befreien. Bei unserem Eintreffen wurde das Boot gerade von einem Hilfsbereiten E-Bootfahrer frei geschleppt. Wir mussten nicht mehr tätig werden und bei schönstem Wetter wieder einrücken.
Am 21.05. wurden wir um 16:55 Uhr zu einer Wasserrettung im Ostenmeer alarmiert. Dort sollte ein Boot gekentert sein. Beim Eintreffen war das Boot bereits aufgerichtet und die Personen benötigten keine Hilfe mehr.